Der Trappenmarathon ist ein besonders spaßiges Event, von dem es bei uns in der Gegend zu wenig gibt. Meist liegt es an den fehlenden Treppen. Eigentlich liegt es wahrscheinlich nur daran. Aachen ist halt kein Frankfurt. (zum Glück)
Also bin ich für das Laufevent bis weit hinter die Grenze, ins Niederländische Hinterland gefahren. (15 Minuten)
Ja wir haben echt das Glück, dass wir nicht nur eine Skihalle bei unseren Nachbarn haben, sondern auch einen Kletterpark, einen der besten Zoo´s, den Themenparkt Mondo Verde, super interaktive Museen, den Ikea und eine verdaaaaaaaammmt lange Treppe.


Und an dieser Treppe, neben der Skihalle, kann man jeden Tag, um jede Uhrzeit, trainieren. Über 500 Stufen ist diese lang. Mit einer tollen Aussicht nach Osten, bis zur Sophienhöhe, der Eifel, den Vaalser Berg und nach Westen zur Nordsee.
Naja, gefühlt.

Wenn man dort trainiert, ist man selten alleine. Viele Leute kommen, nach der Arbeit, und absolvieren dort Ihr Workout. Einige laufen komplett rauf und runter (wie ich), andere rennen immer nur 40 Stufen rauf, gehen runter, laufen wieder etwas hoch usw. Wieder andere laufen 40 Stufen, machen 20 Liegestütze, rennen weiter, Liegestütze…
So verschieden die Leute sind, so verschieden sind ihre Trainingsmethoden.
Aber einmal im Jahr findet dort der Trappenmarathon statt. Es ist kein eigentlicher NUR Marathon, wie man es den Namen nach vermutet, sondern es sind sehr viele verschiedene Distanzen auf der Treppe, zu verschiedenen Zeiten.

  • Also:
  • Anmeldung:
  • Angemeldet wird sich online. NUR Online. Bezahlt wird auch direkt. Es ist kein Problem sich als Deutscher dort anzumelden und zu zahlen. Entweder über Kreditkarte, oder Klarna. Die Niederländer haben noch mehr Möglichkeiten. Aber die sind uns in der Beziehung ja 5 Jahre voraus.
  • Die Distanzen:
  • Alles, was das Herz begehrt.
  • Kinderlauf. 1 mal 507 Stufen hoch.
  • 5 Kilometer (eigentlich 5,5km) 2535 Stufen. 5-mal also die Treppe hoch 🙂
  • 10 Kilometer 5070 Stufen 🙂 🙂
  • 21 Kilometer 10.647 Stufen 🙂 🙂 🙂
  • 42 Kilometer 21.294 Stufen 🙂 🙂 🙂 🙂
  • Last Man standing 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

Zur Empfehlung sollte eins gesagt sein. Man sollte es vorher einmal trainiert haben, um zumindest den 5er gut zu überstehen und tags darauf noch laufen zu können. Muskelkater im Hintern und den Oberschenkeln ist vorprogrammiert.
Egal, wie fit man vorher war.


Wenn man dort ist, ist der Lauf eigentlich nicht so hart wie man anfangs meint. Beim 5-Kilometer-Lauf startet man oben und läuft den Wanderweg runter bis zum Anfang der Treppe. Dann kommt der schwere Teil, der in den nächsten Minuten noch viel schwerer wird 🙂 . Wenn man aber oben ist, kann man sich erholen, Wasser und Essen an den Verpflegungsstellen nehmen und wieder den Wanderweg zum Anfang runterlaufen. Bis dahin hat man sich wieder aufgeladen und die Anstrengung von eben fast vergessen, ehe man sich auf die neue Tortur begibt. Das ganze läuft ab wie ein Akku. Laden, entladen, laden, entladen. Somit kann man das länger durchziehen, als man anfangs meint.

Beim 5-Kilometer-Lauf, werden die Teilnehmer auch gesplittet, damit es nicht zu voll wird. Während nämlich die 5-er starten, sind die längeren Distanzen alle parallel noch auf der Strecke. Ich habe mich für die erste Welle, um 13 Uhr, eingetragen und konnte erst auf der letzten Runde den bisher zweitplatzierten überholen und diesen Platz sichern.

Leider hat dann wohl jemand vergessen das Gepardengehege zu schließen und Welle 2, um 14 Uhr, gestartet. Da waren dann die schnelleren Läufer und ich konnte nur den Typen zugucken wie sie mich auf Platz 5 verwiesen.

Es hat wieder viel Spaß gemacht teil zu nehmen, aber auch zuzusehen. Neben einigen sehr guten Läufer/innen, waren auch viele Funläufer/innen in Kostümen auf der Strecke und wie immer die Feuerwehr in kompletter Ausrüstung.
Wie bei vielen Events dort gibt es auch keine Trinkbecher. Man muss seinen eigenen Becher mitnehmen , oder vorher kaufen (in der Anmeldung mit angeben).
Die Medaille am Ende ist gratis und gibt es für jede/n Sportler/in. Ein Trikot gibt es auch, für die, die eins wollen, muss aber bezahlt werden.