Um dem Namen des Vereins gerecht zu werden, sammelt eines der Mitglieder des IAC derzeit internationale Erfahrungen in Madison, Wisconsin, Nord-Östlich in den USA. Die ersten Eindrücke in der amerikanischen Läuferszene wurden beim „5k Valentine’s Race“ gesammelt, wo man sich Einzeln oder als zweier Team (für die ganz romantischen) anmelden konnte. Um die deutsch- amerikanische Freundschaft zu besiegeln, meldete mich mein „Buddy“ aus Madison zu der Veranstaltung an – als Team natürlich!
Das Rennen fand samstags in einer der Sportlokalitäten der Universität statt. Meine Bedenken, dass es wie an den Tagen zuvor -15°C sein würde, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Klimawandel sei Dank zeigte das Thermometer wohlige +5°C an, trotzdem bevorzugte ich Longsleeve und lange Tights. Mit dem Bus ging es zur Sportstätte, die sich als riesig herausstellte. In einer Halle wurden die Startnummern ausgegeben und man konnte sich für eine Verlosung der örtlichen Pizzeria eintragen. Außerdem wurden Spenden in Form von Konserven und nicht verderblichen Lebensmitteln wie Reis und Nudeln für bedürftige Menschen gesammelt. Es gab Umkleidekabinen und Duschen – man musste sich nur merken in welchem Raum und WO in dem Wald von Schließfächern man seine Sachen abgelegt hatte (Raum 4, Schließfach 576, letzte Reihe vor der Dusche!).
Kurz vor 11 Uhr ging es dann zum Start. Das Läuferfeld mit ca. 400 Teilnehmern war kunterbunt gemischt. Ganz vorne standen die Topläufer der Uni. Bei den tropischen Temperaturen wurden Mini-Shorts mit freiem Oberkörper kombiniert – kann man ja mal machen. Je weiter es nach hinten ging im Feld, desto mehr Klamotten wurden getragen und so bunter wurde es. Passend zum Motto wurden rote und pinke Tütüs, mit schrillen Leggings und Herzchen auf der Wange getragen. Ich ordnete mich – der Kleiderordnung nicht ganz gerecht werdend – im vorderen Drittel ein, mein Buddy stellte sich in die erste Reihe (zum Glück mit Tank Top bekleidet!). Einen richtigen Startschuss gab es nicht, so setzte sich das Feld bei einem gebrüllten „GO!“ in Bewegung. Die Strecke war sehr flach, bis auf eine leichte Steigung bei Kilometer drei. Es ging entlang von Lake Mandota, der auf Grund der Kälte zugefroren war und man die Fischer beim Eisfischen beobachten konnte. Großes Lob an die Streckenposten, die nicht müde wurden uns anzufeuern! Außerdem stand an jeder Meile (1,6 km) jemand, der die Zeit durchsagte. Zudem machten sie auf gefährlicheren Stellen der Strecke aufmerksam, wo noch Eis lag oder schon knöcheltiefe Pfützen (Augen zu und durch!) entstanden waren. Als ich nach 24:40 im Ziel eintraf, wartete mein Buddy schon seit geschlagenen 8 Minuten auf mich (Sorry, dass ich solange gebraucht habe!). Wir wärmten uns mit heißer Schokolade auf und stärkten uns mit Bananen und Bagels. Schön war auch, dass Teamfotos zur Erinnerung gemacht werden konnten! Die Siegerehrung haben wir uns nicht angeschaut – es wurden nur die schnellste Frau, schnellster Mann und das schnellste Team geehrt.

Fazit: Meinen ersten amerikanischen Lauf habe ich sehr genossen. Ich fand die Mischung aus wettkampf-orientierten Läufern und Just-for-Fun Teilnehmern sehr angenehm und die Atmosphäre war sehr familiär. Einige der gefinishten Läufer joggten die Strecke zum Cooldown zurück und feuerten dabei die ankommenden Teilnehmer auf den letzten Metern an. Die Siegerehrungen beim Rur-Eifel-Volkslaufcup fallen meistens wesentlich großzügiger aus (Hier einmal ein „Danke“ dafür!)

Kleine Große Anmerkung zum Schluss: In Punkto Kuchen, können sich die Amis noch so einiges von uns abschauen!